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Projektbeschreibung

Die Aufgabe

Die Bauaufgabe bestand darin, die Praxisräume einer neu gegründeten Zahnarztpraxis in ein bestehendes Bürogebäude mit Rundum -Verglasung einzugliedern. Dem Bauherren schwebte eine Innenraumgestaltung vor, die modern aber nicht trendfixiert, edel aber nicht protzig wirken sollte. Unterzubringen waren neben dem Empfangsbereich drei Behandlungszimmer, ein Sterilisations- und ein Röntgenraum, ein Sozialraum, ein Büro und ein Technikraum. Zunächst wurde eine Dentalfirma mit der Planung der Zahnarztpraxis beauftragt. Auf der Suche nach einem außergewöhnlichen Innenraumkonzept, dass seine Praxis abheben sollte von der Masse an Praxen auf dem Markt, kam Herr Gofferjé dann zusätzlich auf das Architekturbüro Spaett zu.

Die Maßnahmen

Auch der Entwurf des Architekturbüros Spaett orientierte sich natürlich maßgeblich an den Arbeitsabläufen, an den Verkehrswegen und den Anforderungen, die die technischen Geräte an die Räumlichkeiten stellen. Neben all diesen Parametern, die wichtig sind für einen reibungslosen Zahnarztbetrieb wurde aber auch Identität gestiftet. Der Entwurf, der in enger Zusammenarbeit mit dem Bauherren entstand, nutzt die Vorteile der Vollverglasung in den bestehenden Räumlichkeiten und gibt der Praxis mit einem besonderen Zentalmodul ein Gesicht. Der rote Kubus, der Empfang, Sterilisationsbereich und Röntgenraum zu einer Einheit zusammenfasst steht zentral, gleich einem Möbel, optisch von Decke und Boden losgelöst, im Raum. Sozial-, Büro und Technikraum bilden eine Spange, die den Eingang zur Praxis definiert, so dass der Patient beim Betreten der Praxis direkt auf das Zentralmöbel stößt und dort in Empfang genommen wird. Ein weiterer Hingucker in der Praxis ist sicher auch der Tischfussball im Wartebereich der Praxis.

Materialien

Der Fußboden aus geölter Eiche verbreitet zusammen mit dem warmen Rotton des Zentralmoduls ein behagliches Raumklima. Wenig erinnert an die gewohnte kühle, sterile Atmosphäre der meisten Zahnarztpraxen. In den Behandlungsräumen ist die Behandlungszeile im Rücken der Einheiten platziert, so dass der Patient während der Behandlung die Sicht durch die großen Fensterflächen ins Freie genießen und sich bei Bedarf von den, an der Decke installierten, Plasma- TV Bildschirmen ablenken lassen kann.

Das Anthrazit der umlaufenden Brüstungsverkleidung wird von der Polstern der Behandlungsstühle wieder aufgegriffen, und lässt diese Teil des eleganten Einrichtungskonzepts werden. In Kontrast dazu steht das Weiß der Funktionsmöbel, das hygienische Sauberkeit vermittelt und Vertrauen erweckt.

Das Lichtkonzept im Zentalraum lebt vor allem durch das von zwei Seiten einfallende Tageslicht. Zusätzlich sorgt die indirekte Beleuchtung des roten Kubus für einen schwebenden Eindruck und ausreichende Helligkeit im Raum. In den Brüstungen ist eine indirekte Beleuchtung integriert und zusätzliche indirekte Beleuchtung an den Wänden sorgt für ausreichende Helligkeit und Atmosphäre auch ohne Tageslicht.

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Kurzinfo

Projektname

Zahnarztpraxis III

Projektbeschreibung

Planung und Innenausbau einer Zahnarztpraxis in ein bestehendes Bürogebäude

Bauherr

Dr. Gofferjé

Mitarbeiter

und das Team der Spaett Architekten

Bauort

Schweiz, Winterthur

Fertigstellung

2008

Fotos von

Spaett Architekten