no news in this list.

Projektbeschreibung

Die Aufgabe

Im Sommer 2015 sollte das Treppenhaus der ehemaligen Domdekanei kosmetisch saniert und mit einer neuen Farbgestaltung aufgefrischt werden.
Da das Gebäude unter Denkmalschutz steht, wurden einzelne Bereiche vorab durch einen Restaurator untersucht um sicher zu gehen, dass durch die Sanierung keine denkmalpflegerisch relevanten Bauteile beschädigt werden würden.
Die Untersuchungen ergaben, dass die Putz- wie auch Farboberflächen des gesamten Treppenhauses inkl. der Holzausstattung (Treppengeländer und Türen) unter der Sichtfassung noch sehr gut erhaltene Schichten aufweisen, die auf die Zeit vor der barocken Umgestaltung des Gebäudes zurückgehen.

Die Maßnahmen

Nachdem die Voruntersuchungen abschlossen waren konnten die Sanierungsarbeiten beginnen.
Im Erdgeschoss war der Putz teilweise durch Feuchtigkeit und Salze stark beschädigt und musste großflächig entfernt werden. Dabei kam überraschend das Wandgemälde an der Ostwand des Treppenhauses zum Vorschein. Dieses war bisher nicht bekannt und nirgendwo dokumentiert, deshalb ein Sensationsfund.
Anhand der beiden Bildszenen (sie sind links durch die Querwand abgeschnitten und rechts durch die Türe zerstört) konnte auch die historische Veränderung der Architektur des Gebäudes neu überdacht und nachvollzogen werden.
Als Domdekaneihof aus dem Mittelalter war dieses Gebäude schon immer politisch sehr relevant und auch entsprechend in Szene gesetzt. So zeigt auch das aufsteigende Treppenhaus noch Inseln von Wandmalerei aus dieser Zeit. Diese können zwar inhaltlich nicht gedeutet werden, weisen aber darauf hin, dass das ganze untere Stockwerk einstmals ausgemalt repräsentativ gewesen sein dürfte.
Der Eigentümer entschied, das Gemälde restauratorisch aufarbeiten zu lassen, so dass es für den Betrachter besser lesbar wird. Diese Arbeiten wurden durch den Restaurator Robert Lung im Sinne des modernen Verständnisses der Denkmalpflege so ausgeführt, dass die authentische, unverfälschte Aussage des Bildes bestehen bleibt. Dabei wurdr nicht rekonstruiert, sondern lediglich gereinigt und konserviert. Neue Putzergänzungen, die die unfachgemäßen Altausbesserungen ersetzen, wurden farblich im Farbton des Hintergrundes eingestimmt. Die übrigen Wände es Treppenhauses wurden ebenso restauratorisch konserviert und im Anschluss wieder wie im Bestand behutsam verputzt. Das Treppengeländer sowie die Türen erhielten einen frischen Farbanstrich.

Teilen Sie diesen Beitrag

Kurzinfo

Projektname

Münsterplatz 9

Projektbeschreibung

Sanierung eines historischen Treppenhauses

Bauherr

privat

Mitarbeiter

und das Team der Spaett Architekten

Bauort

Konstanz

Publikationen