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Projektbeschreibung

Die Aufgabe

Die Aufgabe bei diesem Bauvorhaben bestand zum einen darin, die bestehende Jugendstilvilla möglichst originalgetreu zu renovieren, zu restaurieren und zum anderen durch einen modernen Anbau zu ergänzen, der den Anforderungen der heutigen Wohnansprüche genügt. Der Entwurf sieht eine großzügige Doppelgarage vor, deren Dach ebenerdig von der bestehenden Küche erschlossen werden kann. Auf diesem Dach finden zum einen ein Bambusgarten und zum anderen die Terrasse Platz. Bewusst ist Sichtbeton als Material gewählt worden, der Gegensatz zum bestehenden Haus wird hier möglichst stark präsentiert. Die Bearbeitung des Sichtbetons als Ortbeton war von Anfang an gestalterischer Leitfaden. Es wurde eine stringente Form entwickelt, die dem Material Sichtbeton entspricht.

Entwurf
Als Grundlage des Entwurfes dient die scheibenförmige Anordnung von Sichtbetonwänden, die sowohl das Innere wie das Äußere des Anbaus bestimmen. Ergänzend zu den Betonscheiben wurden entsprechend der Funktion verschiedene Treppen angeordnet, die zum Einen frei auskragend über dem Wasserbassin angeordnet sind und zum Anderen wie in einer schmalen Schlucht zwischen den 2 Hauptteilen von der Parkebene zur Terrassenebene als Erschließung geplant wurden. Die einfachen, klaren Formen in Komposition mit dem Material sollten für sich wirken.

Die Maßnahmen

Erschließungskonzept/Organisation
Der gesamte Anbau dient als Knotenpunkt für die Erschließung der verschiedenen Funktionen. Zum einen ermöglicht die auskragende Treppe über dem Wasserbassin die direkte Erschließung vom Garten, zum anderen ermöglicht die zwischen den beiden Baukörpern liegende Treppe die direkte Erschließung aus den Garagen zur Terrasse. Beide Treppen dienen auch der Erschließung des Wohnhauses über die Terrasse zur angegliederten Küche. Diese Komposition aus Treppen, Terrasse und Verbindungsstegen zum Altbau ermöglicht es, den unterschiedlichen Erschließungsarten von allen Richtungen gerecht zu werden.

Materialien

Der Gesamtentwurf basiert auf dem Material Sichtbeton. Durch die Verwendung des Sichtbetons wurden die Gesamtformen auf möglichst schlichte, einfache Baukörper reduziert. Ergänzend zum Sichtbeton kamen Edelstahl und Holz, sowie Glas für den Brunnen, zum Einsatz. Wichtiges gestalterisches Material ist auch Wasser. Der gesamte Anbau kann ebenfalls wie ein großer Brunnen oder ein Wasserspiel gesehen werden. Das Wasser läuft von der oberen Bambusgartenebene über eine Glaswand unter dem Lattenrost der Sitzebene hindurch, plätschert dann zwischen Alt- und Neubau herunter in ein langgestrecktes Wasserbassin. Am Ende des Beckens fließt das Wasser in ein weiteres, tiefer gelegenes Becken. Dieses Auffangbecken bildet den Auftakt für den Besucher, der über den Garten die Skulptur betritt.

Im Gesamten fügt sich die Skulptur trotz ihrer harten, kantigen Form in die Umgebung ein. Dies wurde erreicht, indem man die Doppelgarage tiefer gelegt hat, um die oberirdischen Bauteile auf ein Minimum zu reduzieren.

Die Beleuchtung der Terrasse erfolgt zum Einen durch die Hinterleuchtung der Scheibe im Brunnen, und zum Anderen durch Beleuchtung im Wasserbassin. Ergänzend hierzu wurden Einbauleuchten in den Sichtbeton eingelassen, um eine stimmungsvolle Beleuchtung für die Terrasse herzustellen. Das gesamte Lichtkonzept legt seinen Schwerpunkt auf das Element Wasser, d.h. auf die Beleuchtung des Brunnens und des Wasserbassins. Durch die Kombination von Licht und Wasser wird eine lebendige Beleuchtungsstimmung hergestellt.

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Kurzinfo

Projektname

Eichhornstrasse

Projektbeschreibung

Sanierung und Anbau an eine Jugendstilvilla

Bauherr

privat

Mitarbeiter

und das Team der Spaett Architekten

Bauort

Eichhornstrasse, Konstanz

Fotos von

Spaett Architekten