no news in this list.

Projektbeschreibung

Die Aufgabe

Die Aufgabe der Planung bestand darin, in bestehende erdgeschossige Räume einen Innenausbau für ein Bekleidungsgeschäft zu entwickeln.
Das Ladenlokal zeichnet sich einerseits durch die großen Fassadenflächen aus, andererseits durch eine denkmalgeschützte Jugendstil-Sandstein-Fassade.
Die schwierige L-förmige Geometrie des Grundrisses zum einen, und die anspruchsvolle Lage in "zweiter Reihe" zum anderen, waren die Herausforderungen für den Planer. Die gesamte Ladeneinrichtung sollte zurückhaltend sein, die Warenpräsentation absolut im Vordergrund stehen. Ein besonderes Ambiente mit hoher Flexibilität musste gefunden werden.

Die Maßnahmen

Durch die Platzierung des Verkaufstresens im Schnittpunkt ist zum einen gewährleistet, dass der Laden durch 1 Person beaufsichtigt werden kann, zum anderen ist für den Kunden die direkte Kontaktaufnahme mit dem Verkaufspersonal auf einfachste Weise möglich. Durch die klare Raumgliederung ist der Laden für den Kunden sehr übersichtlich, so dass sich für den Kunden ohne weiteres ein Bereich für Männer- sowie ein Bereich für Frauenbekleidung erschließt.
Die Regalwände im rückwärtigen Bereich folgen dem Verlauf der Fassade, dadurch ist ein maximaler Einblick auf die Regalfronten von außen möglich. Dies ist positiv für die Außenwirkung des Ladens. Vor allem im Zusammenhang mit der Laufkundschaft über den Stephansplatz, der als innerstädtischer Parkplatz rund um die Uhr genutzt wird.

Materialien

Der gesamte Innenausbau wurde auf 3 Materialien beschränkt: Weiß lackiertes Holz, Eiche natur und grauer Estrichboden. Durch diese puristische Verwendung der Materialien wird die Ware fast automatisch in den Vordergrund gerückt. Unterstrichen wird die Wirkung durch das Beleuchtungskonzept.
Als variable Möbel wurde eine Tischkombination entwickelt, die sich Platz sparend ineinander schieben lässt und höchst flexibel für verschiedene Präsentationsanforderungen im Raum verteilen lässt. Die entwickelten Möbelwürfel können sowohl als Sitzfläche wie auch als Dekofläche genutzt werden. Das Stapeln der Sitzwürfel zu einem Regal ist ebenfalls möglich.
Als weiteres flexibles Möbel wurden die Ausstellungspaneele in den einzelnen Schaufenstern konzipiert. Diese sind herausnehmbar oder in ihrer Stellung auf Schaufensterbreite verschiebbar. An der Decke wurde ein Stangenraster angebracht, an dem auf simple Art und Weise mit Hilfe von Hanfseilen an beliebiger Stelle im Laden Kleidungsstücke aufgehängt werden können.
Als Grundbeleuchtung dient eine indirekte Beleuchtung, die zum einen über den Einbauregalen, zum anderen in den einzelnen Regalfächern angebracht ist. Durch die Beleuchtung der einzelnen Regalfächer erscheint die Warenpräsentation immer als voll ausgeleuchteter, hellster Ort im Raum.
Die Einzelexponate in Raummitte werden durch Strahler an der Decke punktuell ausgeleuchtet. Für die Werbungsbeleuchtung an der Fassade wurde ein LED-System ausgewählt, das eine sehr schlanke, dezente Ausformung der Fassadenbeschriftung zuließ.

Teilen Sie diesen Beitrag

Kurzinfo

Projektname

Cha Cha

Projektbeschreibung

Umbau eines Ladenlokals

Bauherr

Joe und Bärbel Jaudes

Links

Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.chacha.eu

Mitarbeiter

und das Team der Spaett Architekten

Bauort

St.-Stephans-Platz, Konstanz

Fertigstellung

2006

Fotos von

Inka Reiter